Hoheluft: Wie soll das Tor zur Innenstadt aussehen?

- Die Dimensionen stimmen: Präsentiert sich der Platz am U-Bahnhof Hoheluftbrücke demnächst auf diese Weise?
Der Stadtteil Hoheluft kommt nicht zur Ruhe. Der Streit um die Neugestaltung der Fläche neben der U-Bahn-Station Hoheluftbrücke geht in die entscheidende Phase. Guten-Morgen-Hamburg erreichte die Stellungnahme des Quartiersvereins Hoheluft e.V., die wir hier gerne zur Kenntnis geben, um die Diskussion auch von dieser Stelle aus noch einmal vehement anzustoßen. Schließlich handelt es sich bei der zu bebauenden Fläche am Isekanal um ein städtebauliches Aushängeschild, das jeder Hamburgbesucher wahrnimmt, der sich von Schnelsen her der Innenstadt nähert. Hier die Meinung des Quartiervereins:
Während sich Bezirksamt, Bezirksparlament und Bürgerinitiative um die Neugestaltung der Fläche an der U-Bahn-Station Hoheluftbrücke streiten, bezieht der Quartiersverein Hoheluft e.V. Stellung für eine Bebauung mit einem sechsgeschossigen Contorhaus:
Die Forderung des Quartiervereins nach einer maßvollen Bebauung scheint bei Investoren wie Bezirksamt Wirkung gezeigt zu haben: Statt eines Ausverkaufs der Gesamtfläche inklusive der Uferböschung, die für einen Cafépavillon samt Außenbetrieb und Bootsanleger gerodet werden sollte und eines Contorhausklotzes mit über 35 Metern Höhe, ist jetzt alles ein bisschen kleiner und beschaulicher. Nur fordert die Bürgerinitiative mit Ihrer Unterschriftensammlung jetzt, die gesamte Fläche inklusive des McDonalds und der angrenzenden Röhrenbunkerruine in Parkfläche umzuwandeln.
Aus Sicht des Quartiervereins gibt es zahlreiche Gründe, die Bürgerinitiative in dieser Bestrebung nicht zu unterstützen, denn ihr Erfolg bedeutete die Manifestierung des derzeitigen Zustandes, nicht mehr, aber auch nicht weniger:
- McDonalds hat eine Bestands- und Standortgarantie, die bewirkt, dass ein Abriss ohne Neubau nicht umsetzbar ist: Ein Park kann also gar nicht umgesetzt werden. An der desolaten aktuellen Situation vor Ort würde sich in den kommenden Jahren nichts ändern. - Parkanlagen, die direkt an U-Bahn-Stationen angrenzen sind in der Regel eher Müllhalden als ansehnliche Parks. Darüber hinaus ist gerade vor wenigen Wochen wieder im Park an der U-Bahn-Station Kellinghusenstraße eine junge Frau belästigt worden. - Für eine Parkanlage in einem urbanen Zentrum werden weder vom Bezirksamt, noch von der BSU Mittel zur Verfügung gestellt. - Der gesamte dringlich notwendige Bebauungsplan für die Hoheluftchaussee im Bezirk Hoheluft-West wäre hinfällig, wenn die Neugestaltung an der U-Bahn-Station durch die Bürgerinitiative gekippt würde.
Der Quartiersverein Hoheluft e.V. begrüßt die jetzt vorgelegte Variante einer Neugestaltung des Vorplatzes mit Bäumen und Grün, auf dem sich heute der Wendehammer befindet. Wir befürworten den maßvollen Neubau eines Contorhauses mit vier Geschossen und zwei Staffelgeschossen und einer Gesamthöhe von maximal 30 Metern, dass sich nahtlos in die Umgebung einfügt – das Klinkergebäude auf der Rückseite der Station hat eine Höhe von 38 Metern und das benachbarte Haus am Kaiser-Friedrich-Ufer hat eine Höhe von 31 Metern.
So trostlos sieht es heute an der Hoheluftbrücke aus Foto: Bloemeke
Aus Sicht des Quartiervereins muss der verwahrloste Platz (Wendehammer) und der McDonalds-Pavillon so schnell wie möglich neu gestaltet werden, um dem urbanen Zentrum Hoheluft ein erträgliches, ja würdiges Ambiente zu verleihen. Eine umsetzbare und funktionierende Alternative gibt es nicht!
Bei Rückfragen:
Quartier Hoheluft e.V., Eppendorfer Weg 200, 20253 Hamburg,, Tel 420 12 59, Fax: 48 40 81 22, Email: info@redaktion-bloemeke.com










Meinungen zum Artikel
Axel Stahl aus Hamburg
29.07.09 19:37
Hallo,
ich wohne in der Isestr. 1 (weißes Haus, unten Haspa) mit Blick vom Wohnzimmer und aus dem Wintergarten auf den Kanal und McDonalds.
Der Blick Richtung Bahnhof und McDonalds und Bunker ist der Gleiche wie 1950, also Nachkriegsschrott.
Die Bürgerinitiative "Hände weg vom Isebek" hatte 64.000 Unterschriften gesammelt. So viele Menschen wohnen hier gar nicht und sind auch gar nicht betroffen. Bei dieser Initiative handelt es sich um eine sich wichtig nehmende Rentnertruppe, die mit dieser Thematik ihre Zeit vertreibt.
Ich hoffe, dass der Gerichtsbeschluß dieser
Proletentruppe ein Ende bereitet - denn die Neubauten sind doch für die nächsten Generationen und nicht für die ewig gestrigen - sonst wären wir ja noch in der Steinzeit.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Stahl
Chris aus Hamburg
20.10.09 15:55
Hallo,
ich lebe im Falkenried und begehe die Hoheluftbrücke nur wenn ich feiern gehe oder wenn ich mal shoppen gehen will.
Ich bin auf jeden Fall für eine Veränderung.
Ich bin dafür, weil ich die Ecke doch sehr schäbig und langweilig aussieht!
Das der MC doof nicht weg gehen kann ist gut.(Nach dem Feiern bin ich für ein Mitternachts-Snack gerne zu haben)
Mein Vorschlag:
Warum verändert man diesen Bereich nicht so, so dass es auch für junge Leute ein Anziehungspunkt wird.
Zum Beispiel könnte doch da ein Kino hin. Oder ein Theater, der dann nur für Schulen offen steht, die dann irgendwelche Schulprojekte vorführen können.
Auf jeden Fall soll dort Unterhaltung für junge Leute hin.
Mit freundlichen Grüßen
Chris
Hier ist meine Meinung dazu: